Reximex Meta Plus: Schweres-Benchrest-Präzisionspaket
- PelletPanda

- 24. Mai
- 3 Min. Lesezeit

Ich war wirklich heiß auf die Reximex Meta Plus, da die Nyx „damals“ im Test extrem gut gelaufen ist und immer noch in den Top 10 der Bestenliste steht. Messlatte lag also hooooch. 🤪 Während die Nyx aber eher eine Anlehnung an das AR15-Konzept ist, kommt die Meta Plus nun im Bullpup-Format mit Benchrest-Genen und setzt damit einen anderen Schwerpunkt.
Darf ich mich vorstellen:
Reximex Meta Plus
Kaliber 4,5 mm Diabolo
PCP-System, Kartusche mit 250 bar
Magazin, 14 Schuss
Serie <= 7,5J
Individuell:
Zielfernrohr Falke 10-40x56 Tac
WestHunter-Montagen und UTG 20 MOA-Schiene
UTG Zweibein
Erster Eindruck & Optik
Die Meta Plus wirkte direkt sehr kompakt und bullig, fast schon gedrungen. Optisch ist das Ganze sicher Geschmackssache. Sie hat ihren eigenen Reiz, wirkt mit ihrer eher kastenförmigen Erscheinung aber nicht unbedingt filigran. Entsprechend gibt es hier auch sehr unterschiedliche Meinungen. In meinen Augen keine Schönheitskönigin, aber auch kein hässliches Entlein.

Die Verarbeitung war insgesamt gut, auch wenn die typischen matten Stahlteile von Reximex verbaut sind, die im Alltag etwas anfällig für Kratzer sein können.
Durch die Bullpup-Bauweise steht trotz kompakter Gesamtlänge ein vergleichsweise langer Lauf zur Verfügung, immerhin 48cm. Denkt man nicht unbedingt wenn man sie anschaut, ist aber so. Natürlich gezogen.
Ergonomie & Handling
Durch den hohen Metallanteil bringt sie ordentlich Gewicht mit, was sich unmittelbar in einer ruhigen Lage widerspiegelte.
Der Griff ist ein klarer Pluspunkt. Durch die AR15-Kompatibilität lässt sich hier viel anpassen, und der verbaute Gummigriff liegt sicher in der Hand.
Die Schaftkappe sitzt sehr fest und bietet eine saubere Anlage, erfordert aber eine gute Abstimmung mit Auflagehöhe beziehungsweise Zweibein und Monopod. Ist das einmal eingestellt, lässt sich die Anschlagshaltung gut reproduzieren.
Dazu kommen Features wie zusätzliche Picatinny-Schienen und auch ein integriertes Monopod, das sich gerade im Benchrest-Einsatz als sinnvoll erwies.

Bei der Montage des Zielfernrohrs musste ich nachjustieren. Normale hohe Montagen haben nicht gereicht, sodass zusätzlich erhöht werden musste. Eine Schiene mit Vorneigung (20 MOA) hat dann dabei geholfen, die Höhe wieder etwas zu kompensieren.
Das Repetieren funktionierte zuverlässig, fühlte sich aber etwas schwerer und weniger „satt“ an als beispielsweise bei einer FX. Ein klar definierter Abschluss des Repetiervorgangs war nicht so deutlich spürbar.
Der Abzug ist insgesamt ordentlich abgestimmt. Ein etwas längerer, leichter Vorweg, leider kein wirklich klar definierter Druckpunkt, dafür aber ein geringes Abzugsgewicht.

Das 14-Schuss-Magazin lief im Test zuverlässig und hatte keinen erkennbaren negativen Einfluss auf die Präzision.

Der große Tank sorgt für eine hohe Schussanzahl, was sich im Alltag angenehm bemerkbar machte.
Im Schuss zeigt sich dann das typische PCP-Verhalten: kaum wahrnehmbarer Impuls und ein sehr ruhiges Schussbild.
Die Meta Plus mochte besonders folgende Diabolos:
JSB Exact Express 0,51g 4,5mm
Mit diesen habe ich folgende Leistungsdaten ermittelt:
10 Schuss
Durchschnitt 8,96J
Durchschnitt 187,51 m/s
Konstanz 8,5 m/s
Abweichung vom Mittelwert 2,96 m/s
Satte 9 Joule gerundet, Abfahrt! Die Leistung liegt damit im oberen Bereich dessen, was in Deutschland üblich ist. Der Toleranzbereich wird hier wohl maximal ausgenutzt. Ab Werk übrigens. Die Konstanz bewegte sich im Mittelfeld. Was bedeutet das nun für die Ergebnisse?
Auf den verschiedenen Distanzen habe ich dann folgende Ergebnisse dokumentiert:
Distanz | Diabolo | Hitbox / Streukreis | Location / Wetter | Anschlag | Optik |
|---|---|---|---|---|---|
10m | JSB Exact Express 0,51g 4,5mm | 5x5mm | Indoor | Sitzend, vorne aufgelegt | Zielfernrohr, Falke 40x50 |
25m | JSB Exact Express 0,51g 4,5mm | 10x15mm | Outdoor, kaum Wind | Sitzend, vorne aufgelegt, Benchrest | Zielfernrohr, Falke 40x50 |
Auf 10m liegt das Ergebnis im bisherigen Testumfeld an der Spitze. Ich wiederhole das nochmal, PLATZ 1 😘😘😘.
Auf 25m bewegt sich die Meta Plus ebenfalls klar im Spitzensegment und kann sich sehr gut gegenüber anderen Präzisionskrachern behaupten.
Meiner Meinung nach besonders prägend:
die hohe Eigenruhe durch Gewicht und Bauweise
die Benchrest-Ausrichtung mit Monopod und Setup-Möglichkeiten
Habe die Knifte für rund 350 Euro gebraucht ergattert (neu etwa 1000 Euro), zu dem Preis für mich ein bärenstarkes und kaum schlagbares Gesamtpaket.
Ein besserer Abzug könnte zusätzlich noch Potenzial für weitere Ergebnisverbesserungen freischalten. Ich könnte mir vorstellen, dass dann auch klassische Match-Kandidaten wie eine Anschütz 9015 zittern müssten.
Fazit: Schweres-Benchrest-Präzisionspaket.








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